Diverses
Ab und an "stolpert" man über kleine Texte, die sich mit Gerry Andersons UFO beschäftigen:
(...) Gelegt haben sich inzwischen die Vorbehalte gegen Computer; kein Wunder in einer Zeit, da beinahe jeder solch ein Gerät sein Eigen nennt und um dessen grundsätzliche Harmlosigkeit weiß (abgesehen von der bekannten Fähigkeit, Nerven zu zerrütten). Interessanterweise wurde die Bedeutung von Computern für das Alltagsleben in der Science Fiction grundsätzlich unterschätzt. In der britischen TV-Serie UFO (1970) gibt es zwar eine permanent bewohnte Mondbasis, aber Commander Straker hantiert mit einem vorsintflutlichen Rechenschieber herum. Filme jener Zeit unterstellen Super-Computern gern unerwünschtes Eigenleben, so in Colossus (1970) und natürlich Stanley Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum (1968). Nur gelegentlich dürfen Rechner heute noch durchdrehen, so in dem militaristischen Propaganda-Dummstück Stealth (2005), wo ein computergesteuerter Jet-Pilot den Schwarzen Peter dafür übernimmt, dass Unschuldige und Zivilisten in Grund und Boden gebombt werden (...)
Aus: Radioaktiver Frankenstein-Klon kapert Zeitmaschine von Jürgen Wimmer über die filmische Wissenschaftsrezeption. novo-magazin.de 2007
Handbuch der phantastischen Fernsehserien
Von Winfried Gerhards
(…)Recht interessant aufgemacht, hat der Zahn der Zeit doch ein wenig an UFO geknabbert. Frisuren, Make-UP und Kostüme sind zu sehr der Entstehungszeit der Serie verhaftet. Was damals futuristisch wirken sollte und auch recht überzeugend war, erweckt heute höchstens noch ein amüsiertes Grinsen. Ein richtiges Makel ist jedoch die Tatsache, dass die Ausserirdischen nahezu durchgehend als gesichtslose Aggressoren porträtiert werden. Da es sich auch bei ihrem Kampf um eine Lebensnotwendigkeit handelt, hätte man ihnen durchaus etwas Raum geben können, um das moralische Dilemma aufzuzeigen.(...)
Handbuch der phantastischen Fernsehserien (Taschenbuch) - Verlag: Books on Demand Gmbh (August 2001) - ISBN-13: 978-3831120192
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