Produktionsnotizen 02
Die Dreharbeiten zu „UFO“ wurden im Sommer und Herbst 1969 fortgeführt, wobei die Drehzeit für eine Folge auf neun Tage festgelegt war. Die täglichen Dreharbeiten begannen routinemäßig um 8.30 Uhr, auch wenn die Schauspieler angewiesen waren, um 7.30 Uhr im Studio zum Make-up zu sein. Die Hauptschauspieler hatten alle einen ‚Stand-in“, die den Platz der Schauspieler bei Licht- und Kameraeinstellungen für jede Szene einnahmen. Die ‚Stand-in‘ waren: James Holbrook (Ed Bishop), Maxwell Graig (George Sewell), Robert Case (Michael Billington) und Gloria Clugston (Gabrielle Drake). Jeder von ihnen war auch als nicht aufgeführte, nicht sprechende Figuren als Mitglieder des SHADO Personals neben Louisa Rabaiotti, Penny Spence, Rosemary Donnelly, Diana Reeves und Michael Cain’s Frau Shakira Baksh zu sehen! Mit der Besetzung, dem Regisseur, seinem Assistenten, den Kameramännern, den Beleuchtern, den Tontechnikern, den Kostümbildnern, anderen Mitarbeitern, den Stand-Ins und dem Setbau waren etwa 60 Leute für die Serie am Set zu jeder Zeit angestellt. Die Arbeit begann um 8.30 Uhr. Es wurde bis 10.00 Uhr gearbeitet, wo es eine kurze Teepause gab. Mittagspause war von 13.00 bis 14.00 Uhr. Eine weitere kurze Teepause gab es um 15.30 Uhr. Die Dreharbeiten dauerten gewöhnlich bis 18.00 oder 18.30 Uhr an, aber auch bis in den späten Abend, um alle Szenen, die für den Tag anstanden zu drehen. Im Herbst wurde bekannt, dass die MGM British Studios Ende des Jahres geschlossen werden sollten. Als die Dreharbeiten der 17. Folge der Serie („Sub-Smash“) Ende November beendet waren, wurde die Produktion an der Serie „UFO“ solange eingestellt bis anderorts Drehmöglichkeiten gefunden wurden. Die J&K Halle auf dem Komplex der Pinewood Studios in Iver Heath in der Nähe von Slough wurde für die Dreharbeiten der letzten neun Folgen gebucht, die aber nicht bis Mai 1970 verfügbar war. In der Zwischenzeit zog das Produktionsbüro in die Century 21 Studios in Slough um und das Produktionsteam wertete die Stärken und Schwächen der bereits produzierten Folgen aus und verbesserten die noch ausstehenden Folgen, wo die Dreharbeiten nach sechs Monaten erneut beginnen würden.
Die Pre-production des zweiten Produktionsblocks der „UFO“-Episoden beginnt Anfang Januar 1970. Drehbücher waren bereits bereitgestellt als bekannt wurde, dass George Sewell nicht zur Verfügung stand, im Juni zur Serie zurückzukehren, da er reguläre Rollen in der ITV-Serie „Manhunt“ und der BBC-Serie „Paul Temple“ übernommen hatte. Zunächst beabsichtigten Gerry Anderson und , Colonel Freeman durch einen neue männliche Rolle zur ersetzen. Doch dann schlug Ed Bishop vor, dass Wanda Ventham, die bereits als Virgina Lake in „Identified“ zu sehen war, die unbesetzte Rolle als Strakers Stellvertreters zu übernehmen. Die Produzenten stimmten zu und Wanda Ventham gehörte zur regulären „UFO“ Besetzung. Die Dreharbeiten wurden mit „The Sound Of Silence“ im Mai 1970 aufgenommen – ein Jahr nachdem die Hauptdreharbeiten der Serie mit „Identified“ begonnen hatten.
Anderson wurde von ITC unter Druck gesetzt, Regisseure mit mehr Erfahrung im Filmgeschäft einzusetzen, um die Produktionsgeschwindigkeit zu erhöhen und den Drehplan der Produktion zu straffen. Obwohl er darauf bestand, David Lane und Ken Turner zu behalten, sicherte sich Anderson auch die Dienste von Cyril Frankel, Jeremy Summers und David Tomblin. Jeder von ihnen hatte bereits an Action Serien von ITC wie „The Saint“, „The Prisoner“ und „The Champions“ gearbeitet. Die Dreharbeiten setzten sich den ganzen Sommer über fort und endeten mit dem Dreh der letzten Episode „The Long Sleep“ Anfang September. Gerade ein paar Tage bevor „UFO“ seine Fernsehpremiere in Großbritannien hatte mit der Folge „Identified“ auf ATV Midlands am Mittwoch dem 16. September. Anderson machte weiter mit der Produktion von zwei Staffeln der Krimi-Serie „The Protectors“ - aber er kehrte zu „UFO“ ende 1972 zurück, als er eingeladen wurde, für ITC eine zweite Staffel zu produzieren: durch ein Konsotialdarlehen des amerikanischen Fernsehens im Herbst 1972, erreichte die Serie vielversprechende Bilanz, die ITC dazu veranlasste, die Serie mit weiteren Episoden auszuschlachten. Nach Monaten von Darstellungs- und Forschungsarbeit, die auf „SHADO Moonbase“ – als viel größerer Komplex – fixiert war, ließ ITC das Projekt letztendlich fallen. Aber Anderson entwickelte die Ideen für die zweite „UFO“-Staffel erneut, die in der neuen Fernsehserie „Space: 1999“ (Mondbasis Alpha 1) mündete. Schon gut ein halbes Jahr nach Ende der Produktion von "UFO", lief im ZDF die erste Folge der Serie an!
Produktionsbericht Übersetzung: Dank an Tina !!!!! :o)

