S.H.A.D.O.
In den 26 produzierten Episoden kämpft die geheime Regierungsorganisation S.H.A.D.O. (Abkürzung für Supreme Headquarters Alien Defence Organization) in den 1980er-Jahren gegen böse Außerirdische, die Menschen entführen und die Erde bedrohen. Die Zentrale von S.H.A.D.O. liegt zur Tarnung unterhalb eines Filmstudios. Von hier aus wird auch der Einsatz der Spezialfahrzeuge koordiniert, sowie eine Überwachungsstation im Weltraum (SID) und eine Mondbasis, von der Abfangraumschiffe den UFOs entgegengeschickt werden können.
Die Organisation - ihre Frauen und Männer
Niemand, der an dem großen Verwaltungsgebäude der Harlington-Straker-Filmstudios vorüberging, konnte ahnen, daß sich in den unterirdischen Räumen des gewaltigen Komplexes das Hauptquartier des raffiniertesten Abwehrsystems befand, das die Sicherheit der ganzen Erde und ihrer Bewohner zu gewährleisten hatte. Zu Beginn der siebziger Jahre, als bei den Militärs erste Meldungen über das Auftauchen geheimnisvoller Flugkörper, sogenannter fliegender Untertassen oder UFOs, eingetroffen waren, hatten die führenden Politiker und deren militärische Berater fast aller Länder beschlossen, unter gewaltigen Kosten ein Verteidigungssystem aufzubauen, das eindringende Flugkörper unbekannter Herkunft bereits im Weltall aufspüren und deren Landung verhindern sollte. Der Ausbau dieser Supreme Headquarters Alien Defence Organisation, kurz Shado genannt - erfolgte selbstverständlich unter größter Geheimhaltung -, hatte Unsummen verschlungen, da er nach den neuesten technischen Gesichtspunkten durchgeführt wurde. So verfügte Shado unter anderem über eine Basis auf dem Mond mit hochempfindlichen elektronischen Einrichtungen, die jedes UFO auf Milliarden Kilometer Entfernung aufspüren konnten, und über eine Flotte von Abfangjägern, durch die die fliegenden Untertassen bereits im Weltraum gestellt und vernichtet wurden. Ein ausgedehntes Satellitennetz, die Space Intruder Detectors (S.I.D.), ebenfalls mit Computern, Radar und Sonnenzellen zur Energieversorgung ausgestattet, trug zur zusätzlichen Sicherung der Erde bei. Für den Fall, dass es einer Untertasse doch einmal gelingen sollte, diesen Verteidigungsgürtel im Weltraum zu durchbrechen, hatte man die Skydiver entwickelt; überdimensionale Unterseeboote, die sämtliche Meere durchpflügten und mit Raketenflugzeugen ausgestattet waren, die unter Wasser gestartet werden und den Eindringling noch vor der Landung abschießen konnten. Dazu kamen noch etliche Sicherheitseinrichtungen auf der Erde selbst, etwa Beobachtungsstationen in allen Ländern, eine Luftflotte, die Shadair, durch die nicht nur die führenden Persönlichkeiten der Organisation jederzeit an jeden beliebigen Punkt der Erde gebracht wurden, sondern die auch mit riesigen Transportmaschinen die Mobiles einsetzte: gewaltige Panzerfahrzeuge, die mit Bordkanonen und MGs ausgerüstet waren und eine gelandete Untertasse in Sekundenbruchteilen zerstören konnten. Ahnliche Fahrzeuge gab es auch auf dem Mond. Eine Flotte von Raumschiffen, die ebenfalls nur von Angehörigen von Shado benutzt werden durften, sorgte für eine direkte Verbindung zwischen Erde und Mond.
Es versteht sich von selbst, dass diese hervorragenden technischen Einrichtungen von einem Heer von Fachleuten, aber auch von Wissenschaftlern entwickelt und bedient wurden, die nur aufgrund eines hochspezialisierten Ausleseverfahrens als geeignet befunden worden waren, für Shado zu arbeiten. Jeder von ihnen hatte sich Jahre hindurch ganzen Serien von Test und Tauglichkeitsprüfungen unterziehen müssen, bis man ihn in die Organisation aufnahm. Strengste Verschwiegenheit war das Mindeste, was man bei Shado voraussetzte. Jeder von ihnen wusste, dass die unbedeutendste Mitteilung an eine Person, die Shado nicht angehörte, auf der Erde eine Panik auslösen konnte. Und gerade das war es, was man verhindern wollte. Chef der Organisation war Colonel Edward Straker, der in den siebziger Jahren, als er in geheimer Mission die Politiker und Militärs fast aller Länder der Welt besuchte, um sie über die Aktivität der fliegenden Untertassen aufzuklären, selber von einem unbekannten fliegenden Objekt angegriffen wurde und beinahe ums Leben gekommen wäre. Seit diesem Vorfall hatte er sich ausschließlich dem Problem der UFOs und ihrer Bekämpfung gewidmet, und es war ihm gelungen, die Staatsmänner von der Notwendigkeit eines gigantischen Verteidigungssystems zu überzeugen, dessen Leiter er wurde. Ihm zur Seite stand Major Paul J. Foster, 29 Jahre alt und ehemals Pilot bei einer zivilen Luftverkehrsgesellschaft. Nachdem seine Maschine während eines Flugs von einer fliegenden Untertasse angegriffen worden war und er dabei fast umgekommen wäre, hatte auch er sich der Vernichtung der außerplanetarischen Besucher verschrieben. Seither hatte Foster mehr als einmal die Gelegenheit gehabt, in schwierigsten und gefährlichsten Missionen seine Fähigkeit unter Beweis zu stellen. Strakers Stellvertreter war Colonel Alexander E. Freeman, ein ebenfalls hochqualifizierter Mann, der sich auch der Ausbildung des Personals widmete und dem Straker unbedingt vertraute. Darüber hinaus hatte Freeman eine Reihe technischer Einrichtungen zur Aufspürung und Vernichtung der Untertassen entwicke1 denen Shado einen Großteil seiner Schlagkraft verdankte. Chef der Skydiver-Flotte war Captain Peter Karlin, der einmal mit seiner Schwester Leila eine fliegende Untertasse, die eben gelandet war fotografiert hatte. Bei dieser Aktion war das Mädchen ums Leben gekommen. Seither haßte Karlin alles, was aus dem Weltraum kam. Daß auch junge Frauen bei Shado Karriere machen konnten, bewies Leutnant Gay Ellis, Kommandantin der Mondbasis. Niemand hätte von der bildhübschen Fünfundzwanzigjährigen vermutet, daß sie sich ihre Zeit damit vertrieb, in der Einsamkeit des Mondes die Flugbahnen der fliegenden Untertassen zu ermitteln und sie gleich vernichten zu lassen oder aber diesbezügliche Meldungen an das Shado-Hauptquartier weiterzugeben, wo Straker den Ablauf der Aktionen koordinierte. Ein bestens ausgebildetes Team von Elektronikfachleuten und Abfangjägerpiloten stand Ellis bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe zur Seite. Mit einem Wort: alles Menschenmögliche war getan worden, um die Erde und deren Bewohner vor übergriffen der unbekannten Eindringlinge aus dem Weltraum zu schützen...
Leseprobe aus UFO - In den Fängen der Außerirdischen 1971

