"The Invaders" - Produktion
Larry Cohen geboren am 15. Juli 1938 in New York, ist ein US-amerikanischer Regisseur, Produzent und Drehbuchautor. Die von 1967 bis 1968 produzierte Fernsehserie „Invasion von der Wega“ entstammt seiner Idee und er verfasste die Drehbücher. Er studierte Film am City College of New York, von dem er 1963 graduierte. Seine Filmkarriere begann Cohen im Fernsehen. Später drehte er einige günstige Horrorfilme, und begann auch als Drehbuchautor zu arbeiten. Sein Regiedebüt gab er 1972 mit Bone. Für seine eigenen Filme verfasste er auch die Drehbücher. Larry Cohen ist zum zweiten Mal verheiratet und Vater von insgesamt fünf Kindern. Die Grundidee war es, eine 30minütige Serie zu produzieren, die zweimal in der Woche ausgestrahlt werden - und einen durchgehenden Handlungsbogen mit wiederkehrenden Charakteren haben sollte. Dabei zeigte die Serie das Zeitgefühl der McCarthy-Ära der 50er Jahre auf, dass ganze Land wurde von einer antikommunistischen Hysterie heimgesucht - jeder war verdächtig. Charlie Chaplin war mit eines der prominentesten Opfer jener Zeit. Cohnen wollte ein Serial wie „Buck Rogers oder Flash Gordon“ produzieren – nur mit ernstem Hintergrund, wobei jede Folge auch hier mit einem Cliffhanger beendet werden sollte. Diese Idee kam jedoch nicht an. Als der Ausführende produzent Quinn Martin (1922 - 1987) den Producer Alan Armer feuern - und ihn durch Anthony Spinner ersetzen wollte , beide aber befreundet waren, verweigerte er sich. Es kam zum Streit und Spinner bekannte ganz offen, dass er nicht an die Serie glaubte! Das Format schien ihm zu eng gefasst, um auf Dauer erfolgreich zu sein. Quinn war sehr verärgert, denn Misserfolge nahm er persönlich. Das konnte seinem guten Ruf schaden! (In der Tat war, „The Invaders“ die einzige phantastische Serie, die Quinn Martin je gemacht hat. Er kehrte danach zu seinem Spezialgenre, dem Krimi, zurück).
Larry Cohen, der „The Invaders“ ursprünglich erfunden hatte, übte (verständlicherweise?) Kritik an der Serie: Es seien zu viele Aliens am Werk, und sie würden zu oft und einfach sterben. Das würde billig wirken und hätte keine Dramatik. Zu der Zeit gab es wenig ernst zu nehmende Science Fiction Serien. „Lost in Space“ war eher eine Comedy Serie, mit einem dümmlichen Plot um die Familie Robinson und Ihre Abenteuer im All. „Star Trek“ - die „Perle“ unter den SF – Serien lief eher schlecht als recht und stand kurz vor seiner Einstellung. Der große Erfolg zeichnete sich da noch nicht so recht ab. Irwin Allens „Time Tunnel“ hatte wenig Tiefgang und bestand meist nur aus Archivaufnahmen und Zusammenschnitten aus anderen Spielfilmen. Im Jahre 2002 wurde ein Pilotfilm für eine neue Serie produziert. Dieser wurde aber vom Fernsehsender Fox nicht angenommen, da der Sendeplatz für die Serie Firefly benötigt wurde. Am 13. April 2005 kündigte The SciFi Channel (US cable network) an, dass sie einen neuen Pilotfilm für 2006/2007 herstellen wollten, was aber nicht geschah.
Die Quoten sanken weiter bei „The Invaders“. Man entschloss sich in der Mitte der zweiten Staffel - auf Druck von ABC hin - das Konzept ein wenig zu verändern: Man erfand etwa ein Dutzend Menschen, die sich „The Believers“ nannten, und die, wie Vincent selbst, über alles Bescheid wussten. David Vincent sollte nun endlich seine Unterstützung bekommen. Da waren u.a. Lin McCarthy als Army-Colonel, John Milford als Computer-Spezialist und Anthony Eisley. Am wichtigsten aber war die neue Figur des Elektronik-Experten Edgar Scoville (gespielt von Kent Smith). Scoville brachte als Vincents väterlicher Freund Stabilität und Glaubwürdigkeit in die Serie. Auch wurden Nebenrollen mit bekannten Gesichtern besetzt. Selbst der spätere OSCAR Gewinner Gene Hackman taucht in einer Folge auf. Der Autor Barry Oringer sollte „Die Glaubenden“ zum Leben erwecken, David Vincent erlebte seine Abenteuer nun nicht mehr ausschließlich im Amerikanischen Hinterland, um sich mit Killer Stürmen, Fleischfressenden Schmetterlingen, Todesbringende Strahlen und giftigen Nebel zu beschäftigen. Die Drehbücher wurden Bodenständiger und glaubwürdiger. Soziale Themen um Bestechung, Religion usw. wurden nun Bestandteil der Serie. Zusammen mit seinen Freunden kam auch der Erfolg für Vincent, den Geheimnissen der Fremden auf der Spur zu kommen. Der Heimat Planet der Invasoren wurde lokalisiert, durchschaute die Technik und selbst Allianzen mit einzelnen Außerirdischen geschlossen. Selbst das „UFO – Innere“ wurde ausführlich gezeigt. Überhaupt muss erwähnt werden, dass die Tricks für ihre Produktionszeit recht gut waren. Die UFO Szenen und Bauten durchaus passabel und glaubwürdig und das „verglühen“ der Aliens bei deren Tod, selbst heute noch dem Zuschauer Bewunderung abringt.
Die Serie hatte an Potenzial gewonnen. Indes die Quoten erholten sich nicht mehr.
Einige Autoren meinten, dass die neuen Freunde das Konzept verwässern würden, daß David Vincent zu sehr in den Hintergrund gedrängt würde. Man hätte lieber seine Person ausbauen, ihn selbst komplexer machen sollen, anstatt ihn in einer Reihe von Good-Guys zu verstecken. Die Stimmung wurde immer drückender, die Arbeit freudlos und verzweifelt. Schließlich reichte es allen Beteiligten. „Inquisition“ wurde die letzte Folge, ausgestrahlt am 26. März 1968. David Vincents Kampf war plötzlich zu Ende. Alan Armer zog die Bilanz: „Wir haben mit einem aufregenden Pilotfilm angefangen und haben dann ein Dutzend solide Shows produziert. Aber die Zuschauer haben nicht positiv reagiert, und der Sender hat Panik gemacht, hat Vorschläge aufgedrängt, wie sich die Serie entwickeln sollte, um höhere Quoten zu erreichen. Was eine Qualitätsserie hätte werden können endete als etwas Verrücktes.“ Immerhin, über die 43 Folgen hinweg hatte David Vincent die Zerstörung von 131 Aliens erlebt, 118 Menschen hatten die Außerirdischen gesehen, 76 davon lebten noch und hätten Vincents Angaben bestätigen können. Und David hatte ein paar stichhaltige Beweise für die Existenz der Invasion gesammelt: ein außerirdisches Laser-Gewehr , - ein Video-Tape mit zwei Aliens drauf, die sich zurückverwandeln und vergehen, - Fotos von der Landung einer Untertasse, - einen Kristall, der einmal Bestandteil einer Alien-Waffe war, - Asche-Proben eines verdampften Fremden und die schriftlichen Aussagen von sechs Congress-Abgeordneten, die sahen, wie Alien Suzanne Pleshette in „The Pursued“ verglühte! 1995 wurde eine Fernseh-Mini-Serie unter dem Titel The Invaders - Invasion aus dem All mit Scott Bakula mit 2 Teilen zu je 90 Minuten produziert, die die Geschichte der Invaders fortsetzen sollte. Die beiden Folgen wurden am 26. und 27. Januar 1997 auf ProSieben ausgestrahlt. Der Hauptdarsteller Roy Thinnes hatte 30 Jahre später eine wiederkehrende Rolle in der Mystery Serie Akte X.
In Deutschland wurden „The Invaders“ - die nur 20 Folgen - die das ZDF synchronisiert und ausgestrahlt hatte - zu einem Straßenfeger. Noch Jahre später sprach man von der „Invasion von der Wega“ , auch wenn in der Serie nie gesagt wurde das sie daher stammten. Nie wurde die Serie wiederholt, was sie zum Kult werden ließ. Schon 1970 brachte der Franz Schneider Verlag ein „Invasion von der Wega“ Buch mit einem Roman zur Serie von Jack Pearl auf den Markt. In den letzten Monaten kam die Serie in GB auf DVD in die Geschäfte und ist bei Amazon erhältlich. Unter „der Ladentheke“ werden die Deutschen Folgen auf DVD gehandelt und bei Ebay erhältlich. Eine offizielle deutsche Edition soll in arbeit sein- so wird in diversen Foren gemunkelt. Wegen der umfassenden Synchronisationsarbeiten bin ich da eher skeptisch. (Stand Januar 2009) Quellen: Unbekannt / Wikipedia / Selbst



